Wie kann ein Kalender lebendig sein? Indem ein ganzer Ort mitmacht. Das katholische KiFaZ St. Nikolaus hat sich in den Sozialraum geöffnet und 2024 zum ersten Mal einen lebendigen Adventskalender organisiert.

Eine Theateraufführung, gemeinsames Punschtrinken, Musikmachen und Waffelessen. Im letzten Jahr verbarg sich in Herbertingen hinter jeder Tür des lebendigen Adventskalenders eine andere schöne Überraschung – und sorgte im ganzen Ort für Weihnachtsstimmung.

Wunsch nach Begegnung

Das katholische KiFaZ St. Nikolaus ist im zweiten Förderjahr und seit 2023 ein offizielles Kinder- und Familienzentrum. Es liegt in einer ländlichen Gegend, der Ort Herbertingen hat 4 700 Einwohnerinnern und Einwohner. Zum Einzugsgebiet der Einrichtung gehören noch drei weitere Kitas, eine Grundschule, eine Werkrealschule und viele engagierte Vereine.

Im Rahmen der Weiterentwicklung zum KiFaZ haben die Beteiligten eine Steuerungsgruppe gebildet, bestehend aus Fachkräften und Eltern der Einrichtung sowie Personen aus dem Gemeinderat und der Kirchengemeinde.

2024 hat das Kita-Team einen ersten, sichtbaren Schritt in Richtung Sozialraumorientierung gemacht: die Initiierung eines lebendigen Adventskalenders für die gesamte Gemeinde.

Im Vorfeld kam besonders aus der Kirchengemeinde der Wunsch, den gesamten Ort stärker in das KiFaZ einzubeziehen und wieder mehr Raum für Begegnung zu schaffen. Auch Familien äußerten in einer Bedarfsumfrage, dass sie sich Orte wünschen, an denen sie mit anderen zusammenkommen können.

Den Mehrwert eines KiFaZ erlebbar machen

Von Anfang an war es dem KiFaZ-Team wichtig, sich mit dem Adventskalender für den Sozialraum zu öffnen, Kooperationen zu fördern, und den Mehrwert eines Kinder- und Familienzentrums für alle erlebbar zu machen. Daher luden sie alle im Ort ein – egal ob Schule, Kindergärten, Vereine oder Privatpersonen – ein Türchen für die Gemeinde zu gestalten.

Und alle waren dabei: Das KiFaZ eröffnete den Adventskalender mit einer Erzählung des Märchens „Die Sterntaler“. Die Ministranten boten einen Bastelnachmittag an, beim Deutschen Roten Kreuz gab es Waffeln und einen Singkreis. Manche Beiträge bestanden aus liebevoll dekorierten Fenstern, andere luden zu Begegnung bei Punsch und kleinen Snacks ein. Zahlreiche Einrichtungen – die Begegnungsstätte, Vereine, Chöre, Schulklassen, Kitagruppen sowie das Alten- und Pflegeheim – öffneten ihre Türen. „So entstand viel Begegnung, Austausch, Kooperationen und neue Freundschaften.“, erzählt Melanie Siebenrock, Kita-Leitung und Koordinatorin. „Wir haben gemerkt und auch die Rückmeldung erhalten, dass es Herbertingen unheimlich gutgetan hat, Menschen dazu einzuladen, mitzumachen und sich besser kennenzulernen.“ Die Gestaltung der „Advents-Türchen“ sah ganz unterschiedlich aus. Erkennbar waren sie jeweils an einer großen kreativ gestalteten Zahl.

Lebendiger Adventskalender 2025

Beworben wurde der lebendige Adventskalender über das Amtsblatt und Instagram, inklusive Angaben zu Ort, Uhrzeit und eventuell mitzubringenden wie einer Tasse.

Der lebendige Adventskalender ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie ein Kinder- und Familienzentrum Impulse in den Sozialraum setzen, Gemeinschaft stärken und Begegnungsorte schaffen kann. Und auch in diesem Jahr gibt es wieder einen lebendigen Adventskalender in Herbertingen – für viele schöne Momente in der Vorweihnachtszeit.

Folgen Sie den Links zu den Adventskalendern:
Adventskalender 2024 – Kindergärten Herbertingen
Adventskalender 2025 – Kindergärten Herbertingen

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