Rückmeldungen aus den Einrichtungen im Landesförderprogramm: Im Dezember und Januar haben wir, die DKJS, alle Einrichtungen im Landesförderprogramm um Rückmeldungen gebeten: Wie geht es ihnen? Welche Angebote schätzen sie besonders? Wo sehen sie Verbesserungsbedarf?

Rund 80 Personen – etwa ein Drittel der teilnehmenden Einrichtungen – haben geantwortet. Ihre Rückmeldungen geben einen klaren Einblick in den Entwicklungsstand sowie in Herausforderungen und Bedarfe der Kinder- und Familienzentren.

Hohe Motivation der Fachkräfte

Die Befragung zeigt deutlich: Die KiFaZ-Verantwortlichen arbeiten mit großer Überzeugung und starkem Engagement. Aussagen wie „Es ist mir ein Anliegen, niedrigschwellige Zugänge für Familien zu schaffen“ oder „Ich finde es wichtig, dass Kitas eng mit Familien zusammenarbeiten“ erhalten besonders hohe Zustimmung. Darüber hinaus geben die Teilnehmerinnen auch an, dass es ihnen Spaß macht ihre Einrichtung zum KiFaZ weiterzuentwickeln und sie gerne darüber nachdenken, welche Angebote Familien weiterhelfen könnten.

Große Ziele – großer gesellschaftlicher Einfluss

Die Einrichtungen verfolgen ambitionierte Ziele: Sie wollen ihre Angebote passgenau auf die Bedarfe der Familien abstimmen und Begegnungsräume schaffen sowie die Gemeinschaft und Teilhabe fördern. Familien wollen sie selbstverständlich in die Arbeit einbeziehen, um Chancengerechtigkeit zu stärken und Kindern ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen.

Die Befragten beschreiben die Beziehung zu Familien als Begegnung auf Augenhöhe – frei von Belehrungen und getragen von echter Offenheit. Partizipation für Kinder und Familien hat einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig verstehen sich die Einrichtungen als aktiver Teil des Sozialraums, der im Austausch mit anderen Akteurinnen und Akteuren steht, um die Lebensbedingungen von Kindern gemeinsam zu verbessern.

Herausforderungen bei der Weiterentwicklung

Fachkräftemangel, Personalfluktuation, Zeitdruck, begrenzte finanzielle Ressourcen und ein sehr fordernder Alltag bremsen viele Einrichtungen in ihrer Arbeit aus. Dennoch berichten die Teilnehmenden, dass sie wichtige Schritte in Richtung KiFaZ gemacht haben – auch wenn die Schritte manchmal klein sind. Viele kleine Schritte ergeben am Ende dennoch einen großen Fortschritt.

Einige Angebote der KiFaZe wurden von den Familien überraschend gut angenommen, andere benötigen viel Geduld und Ausdauer. Manche Familien sind schwer zu erreichen oder zeitlich stark eingebunden. Doch die Erfahrung zeigt: Dranbleiben lohnt sich.

KiFaZ sein lohnt sich

Die Rückmeldungen belegen: Die Entwicklung zum KiFaZ bringt viele Vorteile. Eine vertrauensvolle, intensive Beziehung zu Familien erleichtert die pädagogische Arbeit, fördert Offenheit und reduziert Missverständnisse und Konflikte. Gleichzeitig stärkt sie gegenseitiges Verständnis und Vertrauen.

Ist das Selbstverständnis als Kinder- und Familienzentrum fest verankert, richtet sich der Blick automatisch weiter – auf Familien im gesamten Sozialraum. Gute Netzwerke erleichtern die Umsetzung von Projekten, erweitern Ressourcen und schaffen das Gefühl, gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten.

Was die KiFaZ-Arbeit ausmacht

Für die meisten Einrichtungen ist es ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit, die Bedarfe von Familien regelmäßig zu erheben – 93 % tun dies mindestens einmal jährlich. Auch die Vernetzung im Sozialraum und die Verankerung des KiFaZ-Ansatzes im Team gehören zum Alltag.

Weniger häufig finden gezielte Öffentlichkeitsarbeit oder der Austausch mit anderen KiFaZen statt. 24 % geben sogar an, nie Kontakt zu anderen Kinder- und Familienzentren zu pflegen.

Ein Austausch mit anderen KiFaZen kann Sie durch Praxisbeispiele und kollegiales Feedback in ihrer Arbeit motivieren, inspirieren und unterstützen. Die Netzwerktreffen und KiFaZ-Cafés der DKJS bieten hierfür hervorragende Möglichkeiten.

Das Netzwerk der Einrichtungen

Die meisten Einrichtungen kooperieren eng mit Akteurinnen und Akteuren im Sozialraum – insbesondere beim Übergang von der Kita in die Grundschule und in der Zusammenarbeit mit Familien. Auch therapeutische Unterstützung, Kinderschutz, kulturelle Bildung, Sport und generationenübergreifende Projekte sind wichtige Themen.

Weniger verbreitet sind Aktivitäten in den Bereichen Diversität, Antidiskriminierung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Auch Kooperationen mit lokalen Unternehmen (z. B. für Sponsoring) sind noch eher selten.

Nutzung der DKJS-Unterstützungsangebote

Von den Angeboten der DKJS werden vor allem die Online-Netzwerktreffen genutzt: Zwei Drittel der Befragten nahmen 2025 mindestens einmal daran teil. Präsenztreffen werden aufgrund von Zeit- und Reiseaufwand seltener besucht.

Die Zufriedenheit mit dem Programm ist sehr hoch: 98 % der Befragten sind voll und ganz oder eher zufrieden.

Alle Hinweise zu Themenwünschen und Bedarfen werden in den kommenden Wochen von uns ausgewertet und fließen in die weitere Planung ein.

Fazit

Die Rückmeldungen zeichnen ein überwiegend positives Bild: Die Qualität in den Einrichtungen steigt, der Fokus auf Familien wird stärker, und die Einrichtungen entwickeln sich zu Orten der Begegnung und des Miteinanders. Die meisten würden das Landesförderprogramm weiterempfehlen.

Eine Teilnehmerin bringt es auf den Punkt: „Die Weiterentwicklung einer Kita zum KiFaZ ist ein gesellschaftlich notwendiger Schritt. In Zeiten sozialer Unsicherheit ist es wichtig, einen Ort zu haben, an dem Familien Sicherheit und Unterstützung erfahren.“

 

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